Historische Technik

 

Handdruckspritze für Pferdezug

Unsere Spritze wurde 08.10.1916, als Ersatz für die 1915
zu Kriegszwecken verschrottete Vorgängerin, in Dienst gestellt.
Die Besonderheit ist das es sich um eine ungefederte Spritze handelt,
so dass sie sich nicht für Überlandeinsätze eignet.
Sie wurde 1930 außer Dienst gestellt,
nachdem die erste Motorspritze angeschafft worden war.
Danach war sie im Rittergut eingestellt, wo sie auch den 2. Weltkrieg überlebte und
nicht das Schicksal unser anderen Spritze teilen musste.


1954 wurde sie wieder aus dem Dornröschenschlaf geholt und
bei einer Hochzeit eingesetzt um danach wieder eingemottet zu werden.
So stand sie bis 1973 in der Feldscheune der Familie Richter
(sie wurde im Rahmen des Gerätehausbaus 1997 abgerissen).

Zum 50 Gründungsjubiläum unserer Wehr 1973 fuhr sie im Festumzug mit.
Danach war sie in einer Garage im ehemaligen Schlachthaus ( heute Elektrofachgeschäft Kunadt)
eingestellt und durch die Gemeinde mit Zementsäcken verbaut worden.

1992 wurde sie heraus  geholt und durch unsere neugegründete
Alters,- und Ehrenabteilung zerlegt und restauriert.
In diesem Zustand wurde sie zum 70. Gründungsjubiläum in der historischen Übung eingesetzt.

2015 wurde sie einem Stellmacher vorgestellt, der ihr neue Sitzplätze baute und
die doch stark altersschwache Räder aufarbeitet.
Nach mehreren Einsätzen zu Handdruckspritzentreffen wurde die Pumpe im Herbst 2017 ausgebaut.

Sie wir seither von unseren Alterskameraden
aufgearbeitet und soll 2018 im Sommer fertig sein.

fahrbare Schiebleiter für 10 Mann Personenzug

Die Schiebeleiter wurde durch 10 Mann bewegt und bedient.
Sie ist 14 Meter lang und wird durch
überkippen der Stützstangen aufgerichtet.
Die Stadt Großröhrsdorf kaufte 1892 diese und eine baugleiche
Leiter zu je 160 Mark ab Oederan, wo die Firma Werner & Mielke beheimatet war.
So erwarb unsere Gemeinde eine der beiden Leitern zum Preis von 125 Goldmark und
unsere Kameraden holten sie am 5. April 1925 bei der
Feuerwehr Großröhrsdorf ab. ( die zweite ging zur Feuerwehr Goldbach)

1931 erfolgte eine Instandsetzung.


Mercdes Benz Typ 630 Kompressor

Nachdem es 1933 noch von den Kameraden abgelehnt worden war,  ein Kraftfahrzeug zu nutzen,
wurde 1938 ein großer PKW der Marke Mercedes Benz Typ 630 Baujahr 1928 angschaft.
Dazu wurde ein offener Tragkraftspritzenanhäger beschafft.
Zum Kriegsende 1945 war der Bürgermeister Ernst Haufe und der Stellvertretende
Wehrleiter Rudi Botta mit diesem Fahrzeug auf die Flucht gegangen.
Sie hatten das Fahrzeug in einer Langenwolmsdorfer Scheune versteckt,
wo es von polnischen Soldaten gefunden wurde.
Es wurde dem Stolpener Stadtkommandanten der Sowjetarmee übergeben.
Dieser nutze es als Dienstwagen.
Nach dem auch der Stolpener Bürgermeister damit gefahren war,
wurde es in der Feldscheune an der Lauterbacher Strasse abgestellt und in den 1960er Jahren verschrottet.

Motorspritze MTzw 8 „Retterin“

Die Retterin wurde 1934 von der Firma Fischer in Görlitz gebaut und an die Firma Rau & Vogel Großharthau ( Frühere Schufabrik) verkauft.
1940 wurden sämtliche Buntmetalteile schwarz überstrichen
um einer Verschrottung zu Kriegszwecken zu entgehen.
Die Spritze wurde bis in die frühen 1960er Jahre in der Schuhfabrik genutzt
und danach in der Außenstelle Dresdner Straße 37 (Heute Familie Clemenz) als defekt abgestellt.
1991 sollte sie eigentlich verschrottet werden, wenn nicht der Sicherheitschef der Schuhfabrik sie uns zur Erhaltung übergeben hätte.
1997 arbeite man sie optisch auf, so wurde der Tank entlackt, poliert und klar lackiert.
2018 fasten 3 Kameraden den mutigen Entschluss
„Betriebsbereite Aufarbeitung Retterin“
Im Januar 2019 begann eine Aktion, die 210 Stunden andauern sollte.
Am 16.02. 2020 konnte endlich gesagt werden “ Sie lebt, der Motor läuft“
jetzt gilt des noch die Pumpe auf Funktion zu testen, dazu wird noch ein Übergangsstück Grobgewinde- 4 Zoll Anschluss
auf A- Storz- Kupplung gebaut.

Chevrolett

Am 09. Juli 1955 konnte ein Pkw Chevrolett, Baujahr 1932, aus Spenden der Bürger und durch das Theaterspielen der Laienspielgruppe beschafft werden.
Er diente als Zugfahrzeug für den bereits aus den 30er Jahren stammenden offenen Tragkraftsprizenanhänger und
später (als der Garant im Dienst war) als Komandowagen

1956 wurde das Fahrzeug in Dienst gestellt. Heute befindet es sich in Privatbesitz von Peter Kunath (Leppersdorf).

LKW-TS8-STA

  1. Juni 1959 bekam die Wehr das erste richtige Löschfahrzeug vom Typ LF- LKW- TS8-STA auf Phänomen Garant.
    1971 ging das Fahrzeug nach Lichtenberg bei Pulsnitz.
    Von dort aus kam es über VEB Bandtex Pulsnitz nach Stürza bei Stolpen, wo es sich in der dortigen Wehr befindet.

 

LF8-TS8-STA

6. Mai 1971 erhielt unsere Wehr wieder ein neues Fahrzeug vom Typ LF8-TS8-STA auf Robur LO1801A vom Landkreis.
Dieses Fahrzeug ging am 31.08.2003 außer Dienst und wurde im Juni 2018 verkauft

Tanklöschfahrzeug TLF 16/25

Am 26. Juni 1993 bekam unsere Feuerwehr ein Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 auf Mercedes Benz 1113 Fahrgestell mit Baujahr 1968 und Aufbau von der Firma Bachert von der FF Schwieberdingen geschenkt. Somit war uns ein großer Wunsch nach einem Tanklöschfahrzeug gestillt. Nach 50 Jahren konnte es 2018 durch ein neues Hilfeleistungslöschfahrzeug in den Ruhestand geschickt werden. Unser Förderverein kümmert sich liebevoll um unsern alten Tanker.